Zur Geschichte des Kindergartens
 
Die Kita besteht seit Ihrer Gründung, am 17.11.1950 in der Villa Meyerstraße, welche nach dem 2. Weltkrieg enteignet wurde.

Gründer war die Konsum-Genossenschaft Weimar, die den Mitarbeitern die Unterbringung der Kinder ermöglichen musste. Hierbei schloss sich daraufhin auch die Deutsche Reichsbahn mit ihren Kollegen und deren Kindern an.
So hatten 70 Kinder (bis unter das Dach gefüllt) einen Kindergarten- bzw. einen Hortplatz. Die Reichsbahn benannte den Kindergarten "Ernst Kamieth" nach einem ehrenhaften Reichsbahner.


Die Kinder im Alter von 3 Jahren bis Schuleintritt und Hortkinder besuchten voller Freude, mit ihrem Esseneimerchen täglich die Einrichtung. Warmes Essen gab es noch nicht durch eine zentrale Bekochung. So wurde das Mitgebrachte erwärmt.

Die Betten für den Mittagsschlaf waren aus Holzlatten und nicht immer die bequemsten. Aber eine dicke Decke als Unterlage brachte den notwendigen Schlaf.

Die liebevollen Kindergärtnerinnen kümmerten sich um einen erfüllten, kindgerechten Tag. Die Lerninhalte bei der Bildung und Erziehung der Kinder wechselten mit jeglichen neuen Erkenntnissen der Pädagogik. Drei verschiedene Bildungs- und Erziehungspläne begleiteten die Kindergärtnerinnen. Neue psychologische und physische sowie gesundheitliche Aspekte wurden in die Inhalte integriert und wurden durch einen Zeitplan nach Biorhythmus des Kindes beachtet. Ein Lernen wie in der Schule wurde praktiziert. Daher gehörten die Kindergärten der DDR zum Schulwesen, der Volksbildung der DDR.
Noch heute profitieren wir, die Erzieherinnen, von unserem fundierten Grundlagenwissen, um eine der Zeit angepasste Bildung und Erziehung, der uns anvertrauten Kinder durchzuführen. Im Einvernehmen mit den Möglichkeiten der freien Mitentscheidung, experimentieren und Zeit zum Ausprobieren, haben die Kinder vielfältigere Möglichkeiten sich zu entfalten und sich nach ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln.

Unsere Kita wurde 1996 an die Besitzer zurückübereignet. Diese investierten zur Instandhaltung eine neue Heizung, Fenster und Fußböden.

Die Stadt Weimar brachte mehr Sicherheit durch Rauchschutztüren und eine Fluchttreppe aus dem 1. OG in unsere Einrichtung.



Der Ausbau des Kellers zu einer Garderobe ermöglichte uns mehr Spielraum im 1. OG für die Kinder. Hierbei half uns mit Tatkraft die Ausbildungsstätte des ABW in Weimar, die 2003 unser Patenschaftsbetrieb wurde.

1992 entschieden die Eltern und Kinder durch eine demokratische Abstimmung, dass die Kita den Namen "Zwergenschloss" erhalten soll und die Kinder beschlossen die Gruppennamen Schlossgeister, Zwerge und Zauberer.

Durch die finanzielle Unterstützung im jährlichen Haushalt der Stadt Weimar konnten wir das Inventar immer wieder erneuern.

Durch die handwerkliche Begabung unseres Hausmeisters und Spenden von Eltern sind in jeder Gruppe Holzhochebenen entstanden, die den Kindern mehr Möglichkeiten des kreativen Spiels und der Bewegungsförderung bieten.


 


 


 
Pavillon im Außengelände